Biologische Station

SEIT 1983

Das Haus am Bahndamm war ursprünglich eine Pumpstation der Österreichischen Bahn: Das kalkarme Wasser der March wurde für die Dampfkessel der Lokomotiven verwendet. Mit dem Aufkommen der Diesel-Loks wurde die Station nutzlos und nicht mehr bewohnt.

 

Einige Zeit lebte ein Tierpräparator im Haus, aber ab 1983 wurde die Station von der Univ. Wien gepachtet. Dissertationen und Diplomarbeiten entstanden hier, und Prof. Walter Hödl begann mit seinen "Zoologischen Exkursionen für Lehramtskandidaten". Ein Mal im Jahr beherbergte das Haus bis zu 22 zukünftige BiologielehrerInnen, die hier unter einfachsten Bedingungen - das Haus hat weder Strom noch Fließwasser - die Biologie der Au erkundeten.

 

Nachdem viele von ihnen bereits an Schulen unterrichteten, begann die Nachfrage, die Station auch mit Schulklassen zu besuchen. Die SchülerInnen wurden in die Lehrveranstaltung aktiv eingebunden, und diese änderte ihren Namen in "Freilanddidaktik in Biologie und Umweltkunde".

 

Dabei wurde immer der naturschutzfachliche Aspekt mitberücksichtigt. Stakeholder der Region - Bauern, Fischer, Jäger und lokale NGOs - wurden in die Lehre mit einbezogen und damit allen ein niederschwelliger und respektvoller Kontakt miteinander ermöglicht. Community Education at its best!